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„Stabilisierung um jeden Preis? Negative Realzinsen und fiskalische Expansion wirken – erhöhen aber die strukturellen Risiken.“ |
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Die traditionellen Triebkräfte der globalen Wirtschaft – Globalisierung, Demografie und tragfähige Schuldenniveaus – verlieren an Wirkung. Strukturelle Veränderungen wie Deglobalisierung, hohe Verschuldung und schwächeres Wachstum prägen zunehmend das Umfeld.
Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit zeigen sich die Finanzmärkte bislang robust. Doch hinter der Stabilität nehmen Risiken zu: konzentrierte Aktiengewinne, begrenzte Wirkung der Geldpolitik und eine Diskrepanz zwischen nominalen und realen Renditen.
Gleichzeitig verschärfen sich gesellschaftliche Ungleichgewichte, was politischen Wandel und neue wirtschaftliche Dynamiken antreibt. Geld- und Fiskalpolitik stoßen an ihre Grenzen – mit steigenden langfristigen Risiken.
Wir sehen die Weltwirtschaft daher in einer Übergangsphase. Der weitere Weg bleibt offen – doch Innovation, insbesondere im Bereich KI, bietet Potenzial für Produktivitätsgewinne und neues Wachstum. Für Investoren bedeutet das: breiter denken, Risiken neu bewerten und sich auf vielfältigere Zukunftsszenarien einstellen.
