Im zweiten Quartal 2026 blieben die Euro-Zinsmärkte stark von den Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst. Die Lage im Nahen Osten dominierte im April die Schlagzeilen, wobei die Märkte insbesondere auf die Entwicklung der Ölpreise und die allgemeine Nachrichtenlage sensibel reagierten. Eine fragile Waffenruhe zur Monatsmitte verringerte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April, jedoch blieb die Unsicherheit über den kurzfristigen geldpolitischen Kurs der EZB bestehen, da sich die Inflationsentwicklung weiterhin uneinheitlich zeigte.
Im Mai agierten die Märkte weiterhin vorsichtig. Anlagen mit Laufzeiten von mehr als drei Monaten boten nur begrenzten Mehrwert, da Investoren zwischen Inflationsrisiken und Anzeichen einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik abwägten. Bis Juni hatten sich die Spannungen im Nahen Osten abgeschwächt. Eine grundsätzlich erzielte Friedensvereinbarung zwischen den USA und Iran trug dazu bei, die geopolitische Risikoprämie zu reduzieren. Kurzlaufende Euro-Zinsen spiegelten jedoch weiterhin die Unsicherheit hinsichtlich der Reaktionsfunktion der EZB, der Beständigkeit des Inflationsdrucks sowie einer erneuten Marktvolatilität wider.
Die Fondsaktivitäten konzentrierten sich im Berichtsquartal weiterhin auf die Aufrechterhaltung einer hohen Liquidität sowie eines konservativen Laufzeitenprofils. Die Investitionen wurden überwiegend im kurzlaufenden Bereich getätigt, ergänzt durch selektive Anlagen mit festem Zinssatz in längeren Laufzeiten, darunter Emissionen von Barclays Bank plc, DZ Bank, Skandinaviska Enskilda Banken und Nordea. Zudem wurde eine Position in Goldman Sachs aufgenommen, nachdem sich dort attraktive Relative-Value-Möglichkeiten ergeben hatten. Darüber hinaus wurden kleinere variabel verzinsliche Positionen in einer OPBank-Anleihe mit Fälligkeit im März 2027 sowie in einem einjährigen Papier der DBS aufgebaut.
Insgesamt blieb der Fonds seiner konservativen Ausrichtung treu und legte weiterhin besonderen Wert auf eine hohe Liquidität sowie eine sorgfältige Emittentenauswahl.