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Text auf dem Bildschirm: Thoughts for 2026
In unserer Publikation „Thoughts for 2026“ geben wir einen Ausblick auf die Entwicklung der Fixed-Income-Anlageklassen im kommenden Jahr. Dabei sehen wir zwei wesentliche Faktoren, die die Anleihemärkte im Jahr 2026 prägen dürften.
Erstens haben wir in den vergangenen Jahren erhebliche Mittelzuflüsse in Geldmarktfonds gesehen, da Anleger von den stark gestiegenen Geldmarktzinsen profitieren wollten. Mit sinkenden Leitzinsen und einer steiler werdenden Zinskurve erwarten wir jedoch eine Verlagerung von Kapital aus Geldmarktanlagen zurück in die Anleihemärkte.
Der zweite wichtige Faktor ist, dass wir zwar keine globale Rezession erwarten, aber von einer Phase verhaltenen Wachstums ausgehen. Für die US-Wirtschaft rechnen wir mit einem Wachstum zwischen 0 % und 2 %. Dies könnte ein anspruchsvolles Umfeld für Aktien darstellen, während sich Kreditmärkte historisch in Phasen schwächeren Wachstums oftmals gut entwickelt haben.
Investment-Grade-Unternehmensanleihen
Ein interessantes Spannungsfeld im Investment-Grade-Segment besteht darin, dass die Kreditspreads zwar deutlich gesunken sind, die absoluten Renditen jedoch weiterhin hoch bleiben – insbesondere im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit.
Letztlich sind wir der Ansicht, dass für die meisten Anleger die Rendite wichtiger ist als die Höhe der Spreads. Für aktive Manager stellt die laufende Rendite zudem lediglich den Ausgangspunkt der Gesamterträge dar.
High Yield bleibt attraktiv
Auch globale High-Yield-Anleihen könnten sich aus unserer Sicht in einem Umfeld schwächeren Wachstums positiv entwickeln.
Ein bemerkenswerter Trend ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Emittenten im High-Yield-Markt. Der Anteil von Emittenten mit BB-Rating im US-High-Yield-Markt stieg beispielsweise von lediglich 35 % im Jahr 1999 auf über 54 % im September 2025.
Unternehmensleitungen konzentrieren sich heute stark darauf, klar definierte Wachstumsstrategien umzusetzen, Finanzierungssicherheit zu gewährleisten und ihre Geschäftsmodelle widerstandsfähiger gegenüber Marktvolatilität zu machen.
Parallel zur Risikoreduzierung im High-Yield-Markt sind auch die Ausfallraten gesunken.
Innerhalb der Anleihemärkte sind wir davon überzeugt, dass ein aktiver globaler Ansatz entscheidend ist, da er die Anzahl möglicher Anlagechancen deutlich erhöht.
Chancen durch globale Diversifikation
Ein Beispiel für eine solche Chance ist die Möglichkeit, in einem US-Dollar-basierten Portfolio japanische Staatsanleihen zu kaufen und das Währungsrisiko gegenüber dem US-Dollar abzusichern.
Wie die Analyse zeigt, kann ein solcher Ansatz eine höhere US-Dollar-Rendite bieten als vergleichbare US-Staatsanleihen.
Esoterische ABS-Anlagen im Fokus
Im Jahr 2026 werden wir außerdem eine schnell wachsende Anlageklasse besonders genau beobachten: sogenannte esoterische Asset Backed Securities (ABS).
Ein besonders interessanter Bereich innerhalb dieses Universums sind Wertpapiere, die die Infrastruktur für künstliche Intelligenz finanzieren. Dazu gehören beispielsweise:
- Rechenzentren
- Cloud-Plattformen
- Mobilfunkmasten
- Glasfasernetze
Diese Infrastrukturprojekte werden zunehmend über Fremdfinanzierung finanziert. Die Emittenten sind häufig bereit, einen Renditeaufschlag gegenüber dem breiteren Kreditmarkt zu zahlen, um Finanzierungsmittel schnell zu sichern und ihre Projekte umzusetzen.
Inflation bleibt ein Schlüsselfaktor
Einer der zentralen Trends, mit denen sich Anleihemanager im Jahr 2026 beschäftigen werden, ist die Frage, wie sich die Inflation auf die Märkte auswirkt.
Die Inflationsprognosen unterscheiden sich derzeit erheblich zwischen den großen Volkswirtschaften. In den USA, Großbritannien und Japan sind die Inflationserwartungen im vergangenen Jahr stetig gestiegen, während sie in der Eurozone zurückgegangen sind.
Dies erklärt, warum die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik schneller lockern konnte als andere große Zentralbanken.
Die US-Notenbank Fed holt inzwischen auf und hat ihre Zinssenkungen wieder aufgenommen. Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit zeigt jedoch, wie ungewöhnlich es ist, die Zinsen zu senken, während die Inflation weiterhin auf einem erhöhten Niveau liegt.
Die zentrale Frage für 2026 wird sein, ob die Abschwächung des Arbeitsmarktes ausreicht, um den Inflationsdruck zu reduzieren, und ob der durch Zölle verursachte Inflationsanstieg tatsächlich nur vorübergehender Natur ist.
Weitere Informationen
Den vollständigen Bericht finden Sie in unserer Publikation „Thoughts for 2026“, die auf unserer Website zum Download verfügbar ist.